Verabschiedung von Herrn Josef Etterer

25 Jahre als Aufsichtsratsmitglied für die Volksbank Raiffeisenbank Nordoberpfalz eG tätig

Er hat in seiner über 25-jährigen Tätigkeit als Aufsichtsratsmitglied der Raiffeisenbank Weiden viele wichtige Entscheidungen mit getroffen und auch einige Fusionen begleitet. Die letzte Fusion allerdings – die Verschmelzung der drei Ursprungsgenossenschaften Raiffeisenbank im Stiftland eG, der Raiffeisenbank Weiden eG und der Volksbank Raiffeisenbank Nordoberpfalz eG – dürfte die „Krönung“ in der Amtszeit von Josef Etterer gewesen sein.

Schlammersdorf/Weiden.(wmi) Nach dem Erreichen der satzungsgemäßen Altersgrenze war eine Wiederwahl von Josef Etterer aus Kastl in den Aufsichtsrat nicht mehr möglich und so schied der ehemalige Rektor der Grund- und Mittelschule Kemnath und amtierende Bürgermeister nach 25 Jahren aus dem Gremium aus. Das war für die „Raiffeisen-Familie“ allemal Grund genug ihren langjährigen Wegbegleiter gebührend zu danken und zu verabschieden.

Vorstand Hermann Ott begrüßte dazu im Namen seiner Vorstandskollegen in der Brauereigaststätte Püttner in Schlammersdorf Betriebsrat, Mitarbeiter und natürlich besonders ehemaligen Aufsichtsrat Josef Etterer mit seiner Gattin Lucia. Als Wertschätzung und Ehre bezeichnete es Hermann Ott, den Regionaldirektor Franz Penker als ranghohen Vertreter des Genossenschaftsverbandes Bayern willkommen heißen zu dürfen.

„Solidarität, Verantwortung und Zuverlässigkeit sind alte Grundtugenden, auf die sich die Wirtschaft wieder besinnt. Die Wirtschaft hat mit unserer Volksbank Raiffeisenbank einen starken Partner für die Entwicklung unseres Landes“, führte Hermann Ott in seiner Begrüßung aus. Bei den Genossenschaftsbanken gehe es nicht nur um gutes Wirtschaften, zähle nicht nur der Rechenstift, sondern man sei auch eine gesellschaftliche Kraft und damit „unserem Land und unserer Region“ verbunden. Genossenschaften hätten immer dort Lösungen gesucht, wo Märkte versagten und sich Wirtschaftsakteure zurückzogen. Das Wichtigste dabei sei gewesen, dass man bei aller Beständigkeit stets mit der Zeit gegangen sei. „Auch deshalb sind die Kreditgenossen-schaften die erfolgreichste Bankengruppe der Nachkriegszeit“, betonte Hemann Ott in seinen Ausführungen. Die Frage, auf was es im Geschäftsleben ankomme, beantwortete er mit „Ehrlichkeit und Verantwortungs-bewusstsein“. Die Menschen müssten darauf vertrauen können, dass Anstand und Zuverlässigkeit etwas gelten. Ohne diese Grundtugenden wären die Geschäfte extrem risikoreich, denn wer wolle schon mit jemanden „Geschäfte“ machen, dem er nicht vertraut. „Für Sie, Herr Etterer, sind diese Werte selbstverständ-lich. Mit dieser Haltung haben Sie enorm dazu beigetragen, dass der Name unserer Genossenschaft einen guten Klang hat. Sie waren ein wertvoller Ratgeber im Gremium“, sprach der Vorstand seine Wertschätzung aus und dankte für die unzähligen Stunden des Einsatzes und der vertrauensvollen Zusammenarbeit.

Lucia Etterer dankte der Laudator „für Ihre unermüdliche Fürsorge“ und dafür, dass sie ihren Ehemann so manche Alltagslast von den Schultern genommen habe und für den Verzicht bei so mancher Verpflichtung ihres Gatten. Verbunden mit der Überreichung eines Blumenstraußes wünschte er ihr und ihrer Familie Glück, Gesundheit und Gottes Segen.

Aufsichtsratsmitglied Winfried Hecht schloss sich den Worten seines Vorredners gerne an und dankte „dem dienstältesten Aufsichtsratmitglied“ im Namen des gesamten Gremiums für die langjährige ehrenamtliche Arbeit im Dienste der Raiffeisen-Genossenschaft. „Sie haben über 25 Jahre Ihre Zeit, Kraft und Ideen eingebracht. In dieser Zeit haben wir viel Gutes erreicht, die Lebensqualität verbessert und Wertschöpfung in der Region erzeugt.“

Im Zuge der Fusion der Raiffeisenbanken Trabitz-Kastl, Pressath und Eschenbach sowie der Lagerhaus-genossenschaft Trabitz sei Josef Etterer am 14.Mai 1992 in den Aufsichtsrat der gemeinsamen Raiffeisenbank Eschenbach-Pressath-Trabitz eG gewählt worden, erinnerte er an die Anfangszeiten Etterers langen Wirkens. Fusionen und Zusammenschlüsse – etwa 1999 mit der Raiba Schlammersdorf, 2000 der Raiffeisenbanken Weiden mit Eschenbach-Pressath-Trabitz eG oder 2015 die Fusion der 100 %-igen Tochtergesellschaft, der Raiffeisen Service GmbH Weiden, mit der Raiffeisenbank – sowie viele damit einhergehende Umbauten und Modernisierungen von Filialen und Hauptgeschäftsstellen, oder auch Neubauten habe das bisherige Aufsichtsratsmitglied mit seinem Wissen, aber auch mit seinem kritischen Geist, mit Fachkunde und Vertrauen sowie auf seine humorvolle Art unterstützt.

„Eine Bank kann nur so gut arbeiten, wie die Menschen von unten nach oben und oben nach unten eine Einheit sind“, betonte Josef Etterer. Dabei hob er besonders Michaela Veigl als „Seele der Geschäftsstelle Trabitz“ heraus. 25 Jahre seien eine bewegte Zeit gewesen. Vieles habe gut geklappt, aber leider auch nicht alles. Bei all den vielen Projekten und Entscheidungen in dieser langen Zeit, sei die jetzige Fusion der drei Ursprungs-genossenschaften - Raiffeisenbank im Stiftland eG, der Raiffeisenbank Weiden eG und der Volksbank Raiffeisenbank Nordoberpfalz eG – die Wichtigste gewesen. „Eine besondere Ehre ist es für mich, dass Sie sich heute Abend alle Zeit genommen haben. Die Anwesenheit der Vorstände verköpert für mich den Zusammen-schluss der Genossenschaftsbanken“, freute sich Josef Etterer über dieses Zeichen der künftigen Zusammen-gehörigkeit. Als eine ganz besondere Freude bezeichnete es das bisherige Aufsichtsratsmitglied, dass Regional-direktor Franz Penker den Weg nach Schlammersdorf gefunden habe. Sein besonderer Dank galt natürlicdh auch seiner Gattin für ihre stete Unterstützung.

Quelle und Bild: Oberpfalz Medien

Das Foto zeigt von links: Vorstand Hermann Ott, Aufsichtsrat Winfried Hecht, Serviceberaterin Michaela Veigl, Regionaldirektor Genossenschaftsverband Bayern Franz Penker, Vorstand Rainer Lukas, Frau Lucia Etterer, Vorstand Bernhard Wolf, Josef Etterer, Aufsichtsrat Johannes Püttner, Aufsichtsrätin Martina Schneider, Aufsichtsrat Manfred Lehner, stellvertr. Betriebsratsvorsitzender Robert Hörl, Vorstand Thomas Ludwig, Vorstand Josef Strauß.